Puerto Eden - Golfo de Penas - Darwin Passage

Am nächsten Morgen, 17.02.12 um 08.45 Uhr warfen wir bei herrlichem Sonnenschein die Leinen los und genossen die Fahrt nordwärts durch die Kanäle. Abends um 23.00 Uhr erreichten wir den Pazifik. Der Wind hatte stark zugenommen, Schwimmwesten angelegt und angeleint mußten wir uns erst wieder an die  Schaukelei gewöhnen. Das Boot arbeitete schwer in der hohen SW Dünung und
See. Sehr schnell mußten wir das Großsegel reffen. Die Überquerung des gefürchteten Golfo de Penas hatte begonnen. Morgens um 11.00 Uhr hatten wir das Cap Raper quer und der Golf war überquert! Plötzlich sah man überall den Blas von vielen Walen, gespannt warteten wir ob sich uns einige Tiere nähern würden. Und tatsächlich befanden wir uns Augenblicke später Mitten in einer Schule von Buckelwalen. Die riesigen Tieren querten in nur einigen Metern unseren Bug, tauchten plötzlich direkt neben dem Boot auf. Ich versuchte auszuweichen, wußte aber nicht wohin, da die Wale überall waren. Barbara gelangen einige einmalige Bilder! Da Nachmittags eine Kaltfront durchziehen sollte ankerten wir für die Nacht in der Caleta Cliff.Am 19.02 2012 bei frischem Westwind setzten wir die Reise fort.Sogar segelnd! Um 01.45 Uhr am 20.02. fuhren wir in die Darwin Passage ein und befinden uns jetzt wieder in den Kanälen.

Position 44°54,2'S 73°32,9'W

Puerto Eden

Am nächsten Morgen, den 16.02.2012 oh Wunder, die Sonne scheint. Ich rudere mit dem Beiboot sofort zur Armadastation und melde uns dort an. Um 10.00 Uhr hieven wir den Anker und steuern auf das Dorf zu als ein Mann mit einem offenen Fischerboot winkend auf uns zukommt. Unser Diesellieferant! Er lotst uns zu einer Stichpier mitten im Dorf an der wir festmachen. Der erste Eindruck - welch schönes Dorf! Sogleich begann die umständliche Übernahme des Diesel mit Hilfe unserer Schlauchpumpe. Barbara eilte ins Dorf um bei einer Frau frische Brote zu bestellen, welche die Frau für durchfahrende Segler backt.Die herrlich frischen Brote wurden 3 Stunden später an Bord geliefert. Außerdem organisierte Barbara zusammen mit Peter die Frischwasserübernahme und besuchte den Supermarkt, der nicht viel größer ist als unser Salon. Als alles erledigt war, beschlossen wir einen Tag zu bleiben. Die Wanderschuhe angezogen und los ging's. Das Dorf befindet sich auf einer ca. 1qkm großen ca. 30m hohen Insel und hat ca. 200 Einwohner. Alle Häuser stehen am Ufer und sind durch einen stabilen Holzbohlensteg miteinander verbunden. Das hat den Vorteil, das man bei Regen den moorigen Boden nicht betreten muß.Irgendwelche Verkehrsmittel gibt es nicht, alles wird zu Fuß erledigt. Alle Häuser sind bunt angemalt und wir waren sehr angetan von der einfachen, bescheidenen Lebensweise dieser netten Menschen.