Die Überquerung der Biskaya und warum man keine Schale mit Rührei auf dem Salontisch stehen lassen sollte

AdminWir sind auf unserem Weg nach SW, der Kurs immer 210°, herrliches Wetter und unser Ziel, die spanische Stadt La Coruna liegt recht voraus Entfernung ca. 320sm. Um 16.30 Uhr Segelwechsel, der Blister wird hochgezogen und wir sind gleich 2kn schneller. Da wir schon weit im Westen stehen, aber immer noch deutsche Sommerzeit an Bord haben, ist es fast bis Mitternacht hell, dafür geht die Sonne morgens erst gegen 07.00 Uhr auf. In Camaret durfte sich jeder seine Wachzeit aussuchen. Barbara von 04.00Uhr - 08.00Uhr und abends von 16.00 Uhr - 20.00 Uhr. Frank von 00.00 Uhr - 04.00 Uhr und von 12.00 Uhr - 16.00 Uhr und ich von 08.00 -12.00 Uhr und von 20.00 Uhr - 24.00 Uhr.
Am Dienstag, den 06.07.2010 morgens 07.00 totale Flaute, die Sonne scheint und das Boot dümpelt in der hohen NW Dünung, also Motor an. Dieser wurde 24.00 Stunden später wieder gestoppt und ab dem 07.07.2010 07.45 Uhr wurde endlich wieder gesegelt. Schönes Wetter, herrliches Segeln, da macht sich auch der Hunger bemerkbar. Frank will heute kochen und ich helfe. Es soll Bauernfrühstück geben, also Zwiebeln und Speck schneiden, große Schüssel auf den Salontisch, 6 Eier, Milch, Zwiebeln und Speck hinein und mit dem Schneebesen verrühren. Ich gebe eine humoristische Einlage mit meiner 30 Jahren alten Sonnenbrille, Frank greift zum Fotoapparat, um die Show festzuhalten, in der Sekunde holt das Boot über, der Schneebesen wird aus der Schüssel geschleudert, die Schüssel fällt um und der Inhalt ergießt sich über den Salontisch, das Barfach und fließt in die Bilge. Gibt es an Bord eine größere Schweinerei? Die nächste Stunde verbringen wir einträchtig damit, den Salon wieder zu säubern, anschließend werden wieder 6 Eier in dei Schüssel geschlagen (jetzt haben wir keine Eier mehr an Bord) und endlich - es gibt Bauernfrühstück.
Am Donnerstag den 08.07.2010 - Land in Sicht. Aber das ist doch nicht Spanien? Kalt, düster, Nebel und Wolken, die nichts Gutes verheissen. Der Wind frischt stark auf, wir bergen das Großsegel  und ab 09.00 Uhr segeln wir durch ein schweres Gewitter. Um 12.00 Uhr sind wir in La Coruna fest. Das Gewitter hat sich verzogen, die Sonne brennt, wir sind in Spanien angekommen.


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